Unsere Region im nördlichen Weserbergland hat eine fast 400 jährige Tradition der Glasherstel-
lung. Ihre kulturgeschichtliche Entwicklung und Bedeutung den Bürgern und Gästen unserer Region bewusst zu machen, ihnen die Vielfalt der kreativen Gestaltungmöglichkeiten mit Glas zu vermitteln und Begegnungen mit historischer und moderner Glaskunst zu ermöglichen, das ist das Ziel des im Jahr 2006 gegründeten Trägervereins für diese Aktivitäten. Wir laden Sie ein, sich hier über unsere Arbeit und aktuellen Projekte zu informieren.
Planung zur Aufarbeitung des Glashütten-Fundes in Klein Süntel hat begonnen
Klein Süntel (jhr). Mit dem Fund von Teilen der ehemaligen Glasmanufaktur Klein Süntel im Boden in unmittelbarer Nähe des Senioren-Domizils Klein Süntel sieht sich das Forum Glas vor eine neue Herausforderung gestellt. Zunächst soll eine umfangreiche geophysikalische Untersuchung erfolgen, um mehr über die Lage der für den Ort und die Glasgeschichte der Region so wichtigen Manufaktur zu erfahren. Empfohlen wird die „geophysikalische Prospektion des Gesamtbereichs“ von Friedrich-Wilhelm Wulf, dem Leiter des Regionalteams Hannover des Landesamtes für Denkmalpflege (NLD). Er teilte mit, dass der Fund in das „Verzeichnis der Kulturdenkmale“ aufgenommen wurde. Für die geophysikalische Untersuchung habe das Landesamt allerdings keine Mittel. Das Forum Glas kommt daher, wie der Vorsitzende Hermann Wessling erläutert, der Bitte des Landkreises nach, die Betreuung der Fundstelle zu übernehmen und alle weiteren erforderlichen Schritte zur näheren Erkundung zu planen. „Durch fachkundige Beratung war es inzwischen möglich, mit einer Stiftung Kontakt aufzunehmen, die signalisiert hat, dass ein Förderantrag für eine qualifizierte Exploration des Untersuchungsgebietes und möglicherweise auch weitere Maßnahmen zur Aufbereitung des Denkmals finanziert werden könnten“, erklärt Wessling. Er habe daraufhin die Fundstelle noch im Dezember von einem Archäologen in Augenschein nehmen lassen. „Bis Mitte Januar wird ein konkretes Angebot für eine Untersuchung mit verschiedenen geophysikalischen Geräten, inklusive eines sogenannten Geo-Radars, erwartet“, erläutert Wessling das geplante weitere Vorgehen. Das Angebot soll dann zunächst mit Experten beraten werden, bevor der Vorstand einen Förderantrag stellen will. Läuft alles wie geplant, könnte schon in der zweiten Maihälfte die Untersuchung starten. Unmittelbar im Anschluss könnte dann mit Experten und Nachbarn wie der Familie Hecht und der Feuerwehr beraten werden, wie das Denkmal aufbereitet werden soll, um es künftig auch kulturtouristisch als Teil des Glas-Stelen-Pfades nutzen zu können. „Zur Projektplanung wird vom Forum Glas auch der Kreis-Archäologe aus Holzminden Dr. Christian Leiber eingeladen, der umfangreiche Erfahrung mit der Ausgrabung von Glasmanufakturen im südniedersächsischem Raum hat“, so Wessling.
Eine Stele hat das Forum Glas bereits aufstellen lassen - sie erinnert an den alten Glashütten-Standort.
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