Hermann Wessling
Über der Hamel 21
31848 Bad Münder
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Glasstelen in Bad Münder
Hansjörg-Ulf-Schneider
Hermann Wessling:
Unsere Region im nördlichen Weserbergland hat eine fast 400 jährige Tradition der Glasherstel-
lung. Ihre kulturgeschichtliche Entwicklung und Bedeutung den Bürgern und Gästen unserer Region bewusst zu machen, ihnen die Vielfalt der kreativen Gestaltungmöglichkeiten mit Glas zu vermitteln und Begegnungen mit historischer und moderner Glaskunst zu ermöglichen, das ist das Ziel des im Jahr 2006 gegründeten Trägervereins für diese Aktivitäten. Wir laden Sie ein, sich hier über unsere Arbeit und aktuellen Projekte zu informieren.
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Begrüssungsrede
"Prunk- und Gebrauchsglas des 18. Jahrhunderts aus Manufakturen der Welfen"
Eröffnung im Rahmen des "Ab in die Mitte"-Programms am Sonntag, den 25. April 2010, 17 Uhr
Begrüßung der Gäste durch Hermann Wessling, Vorsitzender des Forum Glas e.V. Bad Münder
Vorstandsteam des Forum Glas Bad Münder
Sehr geehrte Ehrengäste aus Bundestag, Landtag, Landkreis, Stadt und Ortsräten sowie den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen unserer Stadt,
sehr geehrte Sponsoren des Programms "Ab in die Mitte",
liebe Freunde des edlen Glases aus nah und fern,
die Ausstellung, die wir heute hier eröffnen dürfen, ist gleich in mehrfacher Weise ungewöhnlich:
Präsentationen dieses Umfangs und dieser Qualität geschehen üblicherweise durch Museen. Sie verfügen über geeignete Räume, Ausstattung, Budget und Experten. Das vor vier Jahren erst gegründete Forum Glas besitzt hiervon bisher fast nichts. Und dennoch gibt es diese professionell gestaltete Schau edler Gläser aus dem 18. Jahrhundert. Wie war das möglich?
Indem wir z. B. aus der Not des noch nicht verfügbaren Glashauses eine Tugend gemacht und die Kunst dorthin gebracht haben, wo sie den Menschen täglich begegnet, nämlich in diese weitläufigen Räume der Sparkasse Weserbergland, die gleichzeitig die Kosten für den ungewöhnlich hohen Versicherungswert dieser Exponate trägt. Für diese doppelt noble Geste danke ich Ihnen, Herr Hahne, und allen Verantwortlichen Ihres Hauses. Im Jahr Ihres 100jährigen Jubiläums unterstreichen Sie dadurch eindrucksvoll Ihre Verantwortung als bedeutender regionaler Kultursponsor.
Mit der Gründung des Forum Glas war von Beginn an die Idee einer bundesweit vernetzten partnerschaftlichen Kooperation mit Experten und Institutionen der Glasgeschichte und Glaskunst verbunden. Dies dokumentiert auch unser neu gestalteter Internetauftritt unter www.forum-glas-bad-muender.de. Nur so war es möglich, über die Museumsglashütte Gernheim neun hochwertige Vitrinen zu erhalten, die eine gebührenfreie Leihgabe der Industriemuseen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe sind. Ihnen, Frau Dr. Holthaus, gilt dafür unser herzlichster Dank.
Am Anfang dieses Projektes stand eine ganz simple Idee. Das Museum Hameln, das eine große, bedeutende Sammlung Lauensteiner Gläser besitzt, ist wegen Umbau und Modernisierung längere Zeit geschlossen. Die zaghafte Frage an die Museumsleiterin Frau Dr. Gesa Snell, ob in dieser Zeit vielleicht einige dieser bedeutenden Exponate in Bad Münder ausgestellt werden könnten, wurde umgehend von ihr mit einem "großartige Idee" beantwortet und ebenso schnell hatte sie sich der Unterstützung des uns eng verbundenen Experten Dr. Franz Ohlms in Göttingen versichert. Für diese motivierende Initialzündung die anschließende wunderbare Kooperation Ihnen, Frau Dr. Snell, unser allerherzlichster Dank.
Mit Ihnen, Herr Dr. Ohlms, entstand in den folgenden Monaten das Konzept für diese Präsentation und damit verbunden auch die Idee, sowohl Prunk- wie auch Gebrauchsglas des 18. Jahrhunderts auszustellen. Damit kam der uns ebenfalls eng verbundene Glassammler Albert Schwiezer aus Hess. Oldendorf ins Gespräch, der eine der größten und bedeutendsten Sammlungen dieser Art in Deutschland besitzt.
Auf diese Weise kam Ihr immenses Wissen über diese historischen Exponate, Herr Dr. Ohlms und Herr Schwiezer, dieser Ausstellung in hohem Maße zugute. Auch bei ihrem Aufbau hier vor Ort haben Sie sich in den vergangenen Tagen voll engagiert. Alle hier gezeigten Leihgaben wurden uns von allen Leihgebern gebührenfrei überlassen, nur für Transportkosten mussten wir aufkommen. Es fällt mir schwer, für dieses hochherzige Engagement aller Leihgeber die angemessenen Dankesworte zu finden.
Schließlich muss es einen geben, bei dem alle Fäden zusammenlaufen und der die Verantwortung für das Projekt trägt. Dies konnte nur Klaus Vohn-Fortagne, unser Vorstandsmitglied für den Bereich der Glasgeschichte, sein, der sich in den insgesamt sieben Jahren unserer Zusammenarbeit ein enormes Wissen über Glasgeschichte angeeignet hat und vor allem umfangreiche Ausstellungs-erfahrung besitzt. Er ist der Kurator dieser Schau und wird zu ihrem Inhalt Ihnen anschließend berichten. Für seinen unermüdlichen Eifer und seine viele Wochen umfassende Arbeit, die er - wohlgemerkt - ehrenamtlich geleistet hat, möchte ich ihm unser aller hohen Respekt zollen und aufrichtig danken.
Sie spüren, meine Damen und Herren, eigentlich verlangt ein solches Projekt ein fünf- oder gar sechsstelliges Budget. Tatsächlich liegt unser Aufwand im eher niedrigen vierstelligen Bereich. Aber auch der muss natürlich finanziert sein.
Hier gilt unser herzlicher Dank den überörtlichen und den lokalen Sponsoren von "Ab in die Mitte". Ohne Sie hätte es dies und Vieles mehr nicht gegeben.
So ist dieses Ausstellungsprojekt in der Tat eine ganz großartige Gemeinschaftsleistung, an deren Erfolg alle Genannten einen entscheidenden Anteil haben. Sie zeigt aber auch, wie Kultur in Zeiten sehr knapper Kassen trotzdem möglich ist.
Schließlich hoffe ich inständig, dass die, die in Hannover über die anstehenden Förderanträge für das geplante Glashaus in den nächsten Monaten zu entscheiden haben, durch dieses Glasfestival überzeugt werden, dass der Vorstand des "Forum Glas" auch für dieses zweifellos ehrgeizige Projekt die erforderliche Kompetenz besitzt.
Meine Damen und Herren, hören Sie nun vom Wiener Glasharmonika Duo, das Sie heute Abend beim Konzert um 19 Uhr im Martin Schmidt-Konzertsaal live erleben können, von dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg die Komposition "Smartrold - der Kobold".
Anschließend spricht Herr Vohn-Fortagne zu Ihnen darüber, wie diese Ausstellung vorbereitet wurde und was wir Ihnen heute hier präsentieren.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
Hermann Wessling
Flyer "Glasfestival I" als PDF-Datei
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Volksbank Bad Münder
Ktnr: 445 169 00
BLZ: 254 917 44
Sparkasse Weserbergland
Ktnr: 809 954
BLZ: 254 501 10
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