Unsere Region im nördlichen Weserbergland hat eine fast 400 jährige Tradition der Glasherstel-
lung. Ihre kulturgeschichtliche Entwicklung und Bedeutung den Bürgern und Gästen unserer Region bewusst zu machen, ihnen die Vielfalt der kreativen Gestaltungmöglichkeiten mit Glas zu vermitteln und Begegnungen mit historischer und moderner Glaskunst zu ermöglichen, das ist das Ziel des im Jahr 2006 gegründeten Trägervereins für diese Aktivitäten. Wir laden Sie ein, sich hier über unsere Arbeit und aktuellen Projekte zu informieren.
Glasfestival und Vorträge thematisieren jüdisches Leben
Bad Münder (jhr). Mal ein Konzert mit hebräischen Liedern, mal eine Veranstaltung mit Texten zur Situation europäischer Juden im frühen 20. Jahrhundert, mal die Vorführung des Films „Der Golem“ in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hameln – eine intensivere öffentliche Auseinandersetzung mit jüdischem Leben hat es in Bad Münder aber seit längerer Zeit nicht gegeben. Dieser Umstand wird sich in den kommenden Wochen ändern: Aus der Idee für eine gemeinsame Feierstunde heraus hat sich eine kleine Veranstaltungsreihe ergeben. Vom 12. bis 26. September findet in der Petri-Pauli-Kirche die Ausstellung „Die zehn Gebote“ mit Glasbildern des Künstlers Werner Kothe statt. Sie ist wesentlicher Bestandteil des zweiten Glasfestivals der Reihe „Ab in die Mitte“ und wird mit einer christlich-jüdischen Feierstunde am Sonntag, 12. September, eröffnet. Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Hameln werden sich an der Gestaltung der Feierstunde beteiligen – beispielsweise durch die musikalische Umrahmung durch die Gruppe „Shalom“. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung wird Rabbinerin Jlana Baird, die aus Israel zur Feierstunde kommt, in Hebräisch den jeweils zu den Glasbildern gehörenden Text der Zehn Gebote sprechen, Rachel Dohme von der Jüdischen Gemeinde den deutschen Text sprechen. Grußworte werden sowohl von Dohme als auch von Superintendent Philipp Meyer und Pastoralreferent Hans-Georg Spangenberger erwartet. Maßgeblich organisiert wird die Feierstunde von Hermann Wessling vom Forum Glas und Pastor Dietmar Adler – Adler war von Wesslings Idee der Präsentation der rund 80 mal 60 Zentimeter großen Fusingglasbilder mit biblischen Motiven schnell begeistert. Dass sich daraus allerdings eine kleine Veranstaltungsreihe ergeben würde, hatte auch Adler nicht erwartet. Aber: Anfang Oktober wird Wolfgang Raupach-Rudnick, Leiter der Arbeitsstelle Kirche und Judentum der Landeskirche, in Bad Münder über „jüdische Wurzeln in der christlichen Liturgie“ sprechen. Am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, referiert der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom über Aspekte der jüdischen Geschichte in Bad Münder. Sowohl die Stadt als auch die Ortsgruppe des Heimatbundes unterstützen diese Veranstaltung.
Die Gruppe „Shalom“ stellte sich am Sonnabend in Bad Münder vor
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