Hermann Wessling
Über der Hamel 21
31848 Bad Münder
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Glasstelen in Bad Münder
Hansjörg-Ulf-Schneider
Hermann Wessling:
Unsere Region im nördlichen Weserbergland hat eine fast 400 jährige Tradition der Glasherstel-
lung. Ihre kulturgeschichtliche Entwicklung und Bedeutung den Bürgern und Gästen unserer Region bewusst zu machen, ihnen die Vielfalt der kreativen Gestaltungmöglichkeiten mit Glas zu vermitteln und Begegnungen mit historischer und moderner Glaskunst zu ermöglichen, das ist das Ziel des im Jahr 2006 gegründeten Trägervereins für diese Aktivitäten. Wir laden Sie ein, sich hier über unsere Arbeit und aktuellen Projekte zu informieren.
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Pressespiegel 2010 Zurück zur Übersicht
Quelle: Neue Deister Zeitung (NDZ) vom 19.08.2010
Ein Schnack über alte Zeiten bringt neue Informationen
Forum Glas lädt Berlinerin zur Einweihung der Glasstele an der Langen Straße ein / Kontakt entsteht zufällig
Bad Münder (jhr). Eine Plauderei einer heute 64-Jährigen mit ihrer ehemaligen Lehrerin in Berlin über längst vergangene Zeiten, ein paar Klicks im Internet – und schon hatte das Forum Glas in Bad Münder ganz unverhofft Zugang zu bislang unbekannte Informationen zur ehemaligen Glashütte an der Langen Straße und zu ihren Besitzern. Sie kommen zur rechten Zeit, denn am 11. September soll dort im Rahmen des Glasfestivals II eine Stele zur Erinnerung an den 1841 erstmals erwähnten Hüttenstandort aufgestellt werden. Für Hermann Wessling, Vorsitzender des Forum Glas, ist das Zustandekommen des Kontaktes mit Christine Liebing (64 Jahre) aus Elstertrebnitz und Gunthilt Greiner (89 Jahre) aus Berlin kurios wie amüsant. Aus den Gesprächen mit den beiden Frauen weiß er, dass Christine Liebing zu ihrer ehemaligen Lehrerin aus Anlass eines Klassentreffens nach 46 Jahren zum ersten Mal wieder Kontakt hatte. Während des Gespräches erwähnt Gunthilt Greiner, dass sie in ihrer frühen Kindheit einige Jahre in Münder verbracht hat. Die Jüngere fragt zurück: „Meinen Sie vielleicht Bad Münder? Das kenne ich, denn seit 1990 lebt dort meine Tochter Peggy Liebing, jetzt im Ortsteil Hamelspringe.“ Gunthilt Greiner fragte nach: Wie viele Einwohner Bad Münder habe, ob von der früheren Glashütte noch etwas vorhanden sei. Bei der Recherche im Internet stieß die ehemalige Schülerin auf die Homepage des Forum Glas und die Kontaktadressen des Vorsitzenden sowie des Historikers Klaus Vohn-Fortagne, berichtet von ihrem Gespräch mit der Lehrerin und stellt den Kontakt her. Wessling und Vohn-Fortagne erfahren, dass ihr Vater, der aus der Glasmacherstadt Lauscha in Thüringen stammte, ihren Vornamen und die Schreibweise streng nach germanischem Vorbild bestimmt hatte. Umgangssprachlich wurde das 1921 in Halle geborene Mädchen „Gundel“ genannt. Als sie drei Jahre alt war, zog die Familie nach Münder, wo ihr Vater die Glashütte an der Langen Straße übernahm. „Offiziell hieß die Glashütte von 1924 bis 1926 ,Hannoversche Glas- und Kristallfabrik Greiner & Hößl‘, inoffiziell wurde sie ,Gundelhütte‘ genannt“, weiß Wessling. Bereits 1926 ging das Unternehmen in Konkurs und die Familie zog 1927 nach Oberhausen, wo Gunthilt Greiners Vater als Prokurist wieder in einer Glashütte tätig wurde. Dort wurde sie eingeschult. Was die beiden Münderaner besonders freut: „Erstaunlich, dass sie nach so extrem langer Zeit über die wenigen Jahre in Münder noch einige konkrete Erinnerungen hat. So erinnert sie sich, dass der Betrieb ganz am Rande der Stadt lag und dass sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf ein großes Wiesenfeld schaute, wo sich heute das Hotel Wiesengrund und dichte Wohnbebauung befinden“, berichtet Wessling. Gunthilt Greiner berichtete, dass sie als Kind sehr gern in dem feinen Quarzsand, dem Rohstoff für die Glasherstellung, gespielt habe, was sie eigentlich nicht durfte. „Auch Spaziergänge zum Waldschlösschen sind ihr im Gedächtnis geblieben“, sagt Wessling. Gemeinsam mit Vohn-Fortagne hat der Forums-Vorsitzende die Seniorin als Gast zur Einweihung der Glasstele an der Langen Straße am Sonnabend, 11. September, nach Bad Münder eingeladen. „Sie hat die Einladung angenommen und würde am liebsten zusammen mit Frau Liebing nach Bad Münder kommen“, schildert Wessling die Reaktion.
Presseartikel über das Forum Glas e.V. Bad Münder
1924 stand die „Gundelhütte“ auf einer freien Fläche: Das Bild zeigt Gunthilt Greiners Mutter auf dem Grundstück der Hütte. Fotos: pr
Presseartikel über das Forum Glas e.V. Bad Münder
Gunthilt Greiners
Alle Presseartikel dieses Jahrgangs:
21.12.2010 Startschuss für neun „Ab in die Mitte“-Projekte
24.11.2010 Wegweiser für das „offene Museum“ Glasstelenpfad
23.11.2010 Sonnenstrom für den Lichterfluss
26.10.2010 Das Glasmosaik wächst Steinchen für Steinchen
19.10.2010 „Gläserne Spuren“ sichtbar gemacht (Neue Deister Zeitung) Audiobeitrag
18.10.2010 „Gläserne Spuren“ sichtbar gemacht (Deister Weser Zeitung) Audiobeitrag
29.09.2010 Das war „Ab in die Mitte“ – was hat‘s gebracht?
15.09.2010 Dritte Stele erinnert an ältesten Glashütten-Standort der Stadt Audiobeitrag
14.09.2010 Nicht nur der Fluss beginnt zu fließen – Regen zum Abschluss Audiobeitrag
13.09.2010 Fünf Männer mit dem virtuosen Hang zur Flasche Audiobeitrag
13.09.2010 „Das Schönste, was die Menschheit entdeckt hat“ Audiobeitrag
13.09.2010 Die Gebote in Glas – in der Kirche öffnen sie Räume Audiobeitrag
13.09.2010 Glas-Geschichte wird in der Stadt wieder sichtbar Audiobeitrag
10.09.2010 Einfälle aus Licht
10.09.2010 „Der Fluss“ ist in der Erde
09.09.2010 Von Glas-Faszination – und dem Spaß daran Audiobeitrag
08.09.2010 Christlich-jüdische Feier zum Glasfestival
05.09.2010 Großes Finale beim Glasfestival
03.09.2010 Flasche leer? Ja, und das ist gut so
28.08.2010 Glaskunst gekonnt ins Bild gesetzt
19.08.2010 Ein Schnack über alte Zeiten bringt neue Informationen
12.08.2010 Erinnerung an jüdische Wurzeln - Glasfestival und Vorträge thematisieren jüdisches Leben
08.08.2010 Bürger schaffen ein Kunstwerk
27.07.2010 Stück für Stück für Stück: Glasmosaik soll weiter wachsen
22.07.2010 Sechs Stelen erinnern an die Glas-Tradition
29.06.2010 Volles Programm zum „Tag der Sicherheit“
22.06.2010 Forum Glas bereitet neue Exkursion vor
16.06.2010 Volles Programm fürs Forum Glas Audiobeitrag
07.06.2010 Schlösser, Gläser und Musik zum 100-jährigen Jubiläum
03.06.2010 Zwei Ausstellungen und ein Glasmosaik
19.05.2010 Austausch der Sieger : Bad Münder stellt sich vor
18.05.2010 Der Geschichte des Glases auf der Spur
16.05.2010 800 Lichter für das Logo
07.05.2010 Glasgestalterin zeigt Exponate in der „Hacienda“
04.05.2010 „Besonderes Beispiel für persönlichen Einsatz“ Audiobeitrag
30.04.2010 „Eine coole Sache“ – heißes Glas fasziniert Schüler Audiobeitrag
30.04.2010 Große Maloche und hohes Ansehen
29.04.2010 Ein Glas-Mosaik als Gemeinschaftsprojekt Audiobeitrag
29.04.2010 Schaufensterbummel der besonderen Art Audiobeitrag
28.04.2010 Glühendes Glas in der Stadt
27.04.2010 Zerbrechlich-zarte Töne aus klingendem Glas
26.04.2010 Auftakt nach Maß: „Ab in die Mitte“ setzt auf Glas
26.04.2010 Stuhlmuseum öffnet sich dem Thema Glas
25.04.2010 Das Glasfestival beginnt
24.04.2010 Franklin-Erfindung neu entdeckt
23.04.2010 Auftakt mit Glas: Stuhlmuseum präsentiert Ausstellungen
22.04.2010 Mehr als 200 Jahre alt und von filigraner Schönheit
07.04.2010 Finanzierung steht – bald auch die Glasstelen
30.03.2010 „Ab in die Mitte“: Projektleiter präsentieren erste Detailplanungen
27.03.2010 Auftakt nach Maß – zum Thema Glas
17.03.2010 Tradition der Glasherstellung soll wieder sichtbar werden
18.02.2010 Eine Einladung zur gläsernen Spurensuche
17.02.2010 Gläserne Vergangenheit in Erinnerung rufen Audiobeitrag
14.01.2010 Mit vereinten Kräften geht's "Ab in die Mitte"
02.01.2010 "Ab in die Mitte": Ideen nehmen Gestalt an
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