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Glasrundgang durch Bad Münder
Informationen über das Buch
Buchvorstellung:
Glashütten in der
Deister-Süntel-Region
Entstehung und Geschichte
von Klaus Vohn-Fortagne
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Glasstelen in Bad Münder
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Unsere Region im nördlichen Weserbergland hat eine fast 400 jährige Tradition der Glasherstel-
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Pressespiegel 2016 Zurück zur Übersicht
Quelle: hallo wochenende vom 26.03.2016
Geschichten um die Glashütten
Das druckfrische Buch von Klaus Vohn-Fortagne offenbart spannende Erkenntnisse
VON KATHARINA WEIßLING
Bad Münder. Auch das ist Bad Münder: Durch das Museum im Wettbergschen Adelshof läuft kurz vor Ostern nicht unbemerkt der Osterhase, sondern der Ronnenberger Historiker Klaus Vohn-Fortagne. Schokolade hat er nicht im Gepäck, dafür aber einen Schlüssel und geballtes Wissen über Historie und Handwerkskunst der Kurstadt. Sein aktuelles und noch ziemlich druckfrisches Buch: „Glashütten in der Deister-Süntel-Region", herausgegeben vom Forum Glas, zeugt davon. Weil Fohn-Vortagne nicht nur Sinn für alte Schriften hat, veranschaulicht er anhand der Exponate, was so besonders ist an der münderschen Glaskunst. Außerdem plaudert er über Schönheit und über Abgründe rund um den glasklaren Werkstoff. Offensichtlich hat ihn das Thema gepackt, mit dem er sich nunmehr seit zehn Jahren beschäftigt. Drei Glashütten mit wechselvoller Geschichte gab es in der Kernstadt und in Klein Süntel. Außerdem noch die Glashütte Steinkrug in Wennigsen. Heute zeugt noch die Ardagh Group mit rund 160 Mitarbeitern am hiesigen Standort von dieser Geschichte. In den Museumsvitrinen stehen kunstvolle Briefbeschwerer, die die schwer arbeitenden Glaser wohl in ihrer Freizeit schufen, außerdem eine kunstvolle Etagere sowie Milch und Zuckerbehältnisse vom Feinsten. Das alles täuscht nicht darüber hinweg, dass das Geschäft mit dem durchsichtigen Stoff offenbar ein hartes war. Die Glashütten waren zeitweise richtig heruntergekommen und die Arbeit sehr schwer, weiß Vohn-Fortagne zu berichten. „Angeschlagene, schwarze oder fehlende Vorderzähne waren nicht selten", sagt er. Die harte Metallpfeife, mit der die Mitarbeiter vor allem Flaschen bliesen, hatte Schuld daran. Den Lungen ging es nicht besser. Die Glaser vergangener Jahrhunderte standen noch mitten im Rauch und mussten Hitze abkönnen. Wenn der Lohn dies zuließ, löschten sie die auch gerne mit Alkohol, was die Arbeiter in der Kernstadt durchaus mal unbeliebt machte. Das zumindest gibt die Aussage einer schimpfenden Anwohnerin her. Die Geschichte der Glasindustrie selbst ist ganz gut erforscht, ist schon den Vorwörtern des 200 Seiten Werkes zu entnehmen. Dass dennoch ein wirklich schönes Buch daraus entstanden ist, ist Vohn-Fortagnes Töchter, einer promovierten Grafikdesignerin, zu verdanken. Für spannende Wirtschaftsgeschichte und eine neue Forschungsperspektive sorgte Vohn-Fortagne selbst mit großem Gespür für Quellen. Ein Beispiel: Möglicherweise zum ersten Mal in Niedersachsen wurde in Bad Münder Kohle statt Brennholz zur Glasherstellung mit hohen Temperaturen eingesetzt. Und der erbitterte Geldstreit, der zwischen dem Bergbaumeister Christian Rave und der Glashütten Pächterin Dorothea Hentig entbrannte, wirkt doch ziemlich modern. Die Witwe, die als Geschäftsfrau in die Fußstapfen ihres verstorbenen Mannes trat, war mindestens ebenso verschrien wie emanzipiert. Am erbitterten jahrelangen Streit mit ihrem Bruder, dem Bergbaumeister Rave, verdienten schon damals vor allem Rechtsanwälte. Um wirtschaftlich bestehen zu können, zogen die Betreiber der Glashütten innerhalb von vier Jahrhunderten viele Register in der Deister-Süntel Region. Zeitweise ging beinahe die gesamte industrielle Flaschenproduktion am Standort in die damals noch unterentwickelten Vereinigten Staaten. Zu anderen Zeiten wurde reichlich gemogelt und über das rechte Maß verhandelt. Wahrend der Staat genormte Flaschen forderte, wollten Weinhändler das nach Angaben eines Pächters so gar nicht haben. Sie bevorzugten große Flaschen mit vie! Glas um relativ wenig Leerraum. Der Pächter lieferte entsprechend, allerdings ohne das geforderte Siegel mit aufzudrucken. Das fiel auf und „so richtig glücklich ist in früheren Zeiten wohl keiner der Betreiber mit diesem Gewerbe in Bad Münder geworden", resümiert Vohn-Fortagne. Den Exponaten sieht man das so gar nicht an. Und dem Buch auch nicht. Wer sich wahlweise für Lokalgeschichte oder Glas interessiert, mag knapp 25 Euro in dieses Ostergeschenk als lohnende Investition ansehen. Erhältlich ist es unter anderem in der Buchhandlung Wanderer.
Der Historiker Klaus Vohn-Fortagne hat sich mit der Glaskunst in Bad Münder (kleines Bild) beschäftigt. Foto: Weißling
Alle Presseartikel dieses Jahrgangs:
22.12.2016 Neue Stele am alten Platz  
21.12.2016 Kugeln vor die Säulen  
09.12.2016 „Antiphon“ soll noch vor Weihnachten erstrahlen  
01.12.2016 Winterpause an der Grabungsstelle  
12.11.2016 Mit Spaten und Handfeger / Zurück in die Industriegeschiche  
26.10.2016 Kurpark: „Antiphon“ soll neu entstehen  
22.10.2016 Das Licht der Welt  
14.10.2016 Kirchenkunst in Detmold  
27.09.2016 Die Stunde der Experten
22.09.2016 Glasarchäologie hautnah  
09.09.2016 Keine Lösung, aber Gespräche  
28.08.2016 Kirchenzeitung des Bistums Hildesheim berichtet über Glastradition in Bad Münder  
19.08.2016 Am Boden zerstört  
15.08.2016 Oben nass, unten spannend  
10.08.2016 Ein Blick Jahrhunderte zurück  
09.08.2016 Auf neuen Pfaden  
23.07.2016 Sie buddeln nach Geschichte  
27.06.2016 Salz, Glas und jede Menge Handwerk  
24.06.2016 Auf der Suche nach der Hütten-Struktur  
20.06.2016 Viele, viele bunte Gläser  
09.06.2016 Spätprogramm im Museum  
19.05.2016 Grabungsstart mit Geldregen
07.05.2016 72 Stunden, die sich um das zerbrechliche Material drehen  
28.04.2016 Unzerbrechlich: Forum Glas  
22.04.2016 Grabungsteam hofft auf Freiwillige  
26.03.2016 Geschichten um die Glashütten  
22.03.2016 60000 Euro für Grabungen  
19.03.2016 Geldsegen fürs Glashütten-Projekt  
07.03.2016 Glasstele für einen „Freund der Stadt“  
02.03.2016 Erstes Exemplar für den ersten Bürger der Stadt  
29.02.2016 Glaskunst nun auch für den Kurpark  
17.02.2016 „Zum Gedenken an diesen engagierten Bürger“  
13.02.2016 Das hat das Zeug zum Standardwerk
30.01.2016 Die ganze Welt des Glases für Leseratten  
21.01.2016 Wiedersehen in Gernheim  
15.01.2016 Bakedes Glaskunst geht nach Chartres  
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